Der Absatz von E-Bikes/Pedelecs hat sich von 2005 bis 2009 in Deutschland versechsfacht: von 25.000 Rädern auf 150.000 Räder, ein Ende ist nicht abzusehen. Die Zahlen machen deutlich, welches Potenzial die e-Mobilität in der Nahmobilität hat und dass sie auf vielen Strecken erstmals eine echte Alternative zum Auto darstellt. So sind längere Strecken und hügeliges Gelände problemlos zu bewältigen. Menschen, die bislang das Fahrrad nicht nutzen konnten, wie Senioren oder Menschen mit Mobilitätseinschränkung, können mit Hilfe der e-Mobilität auf das Auto verzichten. Dies gilt gleichermaßen für die alltäglichen Wege wie auch für die Freizeit.Unsere Kommunen sind für diese neue Art der Fortbewegung oftmals nicht gerüstet. Die Infrastruktur ist nicht auf die höheren Geschwindigkeiten ausgelegt, die mit E-Bikes erreicht werden können. Die zu erwartenden Zuwächse aufgrund der „neuen Leichtigkeit“ im Rad-verkehr lassen sich über die vorhandene Radverkehrs-infrastruktur nur unzureichend abwickeln, die Kapazität ist dazu nicht ausreichend.Neben der Frage nach einer adäquaten Infrastruktur, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht im ausreichenden Maße vorhanden ist, kommen noch Fragen nach den verkehrsrechtlichen Bedingungen und der Ausgestaltung von Servicekomponenten. Hier besteht akuter Klärungsbedarf.
Im Rahmen der Intermot soll auf einer kompakten Veranstaltung, die gezielt administrative und politische Entscheider anspricht, zum einen über die Chancen, Voraussetzungen und Maßnahmen informiert, aber auch eine Diskussion über eine zukunftsfähige Infrastruktur inklusiver notwendiger begleitender Servicekomponenten in Gang gesetzt werden. Es werden ca. 300 Teilnehmer erwartet.